Zur Schulart: Gemeinschaftsschule Jettingen

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Oft gestellte Fragen

Antworten auf die häufigsten Fragen zur Gemeinschaftsschule Jettingen.

Warum sind Gemeinschaftsschulen verpflichtende Ganztagesschulen?

Eine Gemeinschaftsschule ist in den Klassenstufen 5-10 verpflichtende Ganztagsschule. Das bedeutet, dass an 3 oder 4 Tagen der Woche ein Ganztagesbetrieb mit rhythmisiertem pädagogischem Angebot gewährleistet sein muss. Schule und Schulträger entscheiden frei darüber, welche Variante sie wählen.

Ganztagsschulen tragen dazu bei, die Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu verbessern. Sie eröffnen vielfältige Möglichkeiten, auf die Interessen und Begabungen der Kinder und Jugendlichen individuell einzugehen.

Welche Lehrkräfte unterrichten an der Gemeinschaftsschule?

An den Gemeinschaftsschulen unterrichten Lehrerinnen und Lehrern mit unterschiedlicher Lehrbefähigung: für die Werkreal-/Hauptschule, die Realschule oder das Gymnasium. Hinzu kommen Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, die wertvolle Unterstützung bei der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot leisten.

Gibt es in der Gemeinschaftsschule Noten?

Nein.

In der Gemeinschaftsschule werden keine Noten gegeben. Stattdessen gibt es differenzierende Beurteilungen über den individuellen Entwicklungs- und Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler. Allerdings können Eltern die "Übersetzung" des Leistungsstands ihrer Kinder in Noten verlangen.

In den Abschlussklassen sind Noten jedoch verpflichtend.

Wo liegt der Klassenteiler in der Gemeinschaftsschule?

Der Klassenteiler liegt bei 28 Schülern.

Wie sieht der Unterricht an der Gemeinschaftsschule aus?

Die Schülerinnen und Schüler lernen miteinander und voneinander in gemischten Lerngruppen, mit intensiver individueller Förderung. Lehrerinnen und Lehrer verstehen sich als Lernbegleiter. 

Die wichtigsten Unterrichtsmerkmale sind:

  • schülerzentrierte Unterrichtsmethoden
  • individuelle Lern- und Förderpläne für alle Schülerinnen und Schüler
  • selbstverantwortliches Lernen – individuell und in variablen Gruppen
  • Praktika in unterschiedlichen Lebensbereichen
  • Leistungsmessung wird durch persönliche Beurteilungen ergänzt

Die Gemeinschaftsschule bietet als Ganztagesschule ein rhythmisiertes Lernangebot, das den Schultag entzerrt und in der sich Unterricht, Phasen des Selbstlernens, des Entspannens und sportliche oder kulturelle Angebote abwechseln.


Die Gesamtheit der Kinder einer Klasse bildet die Lerngruppe. Sie ist das bekannte und sichere Umfeld für die Schülerinnen und Schüler.

Es gibt Lernsituationen, die in der gesamten Lerngruppe stattfinden. Darüber hinaus lernen die Kinder in unterschiedlichen Gruppierungen mit individuellen und kooperativen Lernformen weitgehend selbstverantwortlich.

Welche Abschlüsse sind an der Gemeinschaftsschule möglich?

Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder 10

Realschulabschluss nach Klasse 10

Abitur nach Klasse 13

Hinweis: Falls mindestens 60 Schülerinnen und Schüler pro Jahrgang für eine Klassestufe 11 vorhanden sind, kann eine Schule eine dreijährige gymnasiale Oberstufe einrichten und das Abitur anbieten. Ansonsten ist nach dem 10. Schuljahr ein Wechsel an ein allgemeinbildendendes oder berufliches Gymnasium möglich, um das Abitur abzulegen.

Was zeichnet die Gemeinschaftsschule aus?

Die Gemeinschaftsschule verwirklicht längeres gemeinsames Lernen, Chancengerechtigkeit, bestmögliche individuelle Förderung, sodass der Lernerfolg der Kinder nicht mehr an die  soziale Herkunft gekoppelt ist.
Deshalb praktiziert die Gemeinschaftsschule eine zeitgemäße Pädagogik. Im Zentrum steht gemeinsames Lernen und individuelles Lernen. Schülerinnen und Schüler werden in Lerngruppen nach ihren jeweiligen individuellen Voraussetzungen und Fähigkeiten gefördert.
Hierfür bietet die Gemeinschaftsschule Bildungsstandards von Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien gleichzeitig an und eröffnet ein breites Angebot an Schulabschlüssen. Dadurch bekommen junge Menschen die für sie passende Schulbildung.

Auch die Inklusion – also gemeinsames Lernen von behinderten und nichtbehinderten Kindern – wird an der Gemeinschaftsschule umgesetzt. Ziel ist, Kinder und Jugendliche zu fördern, ihre Verschiedenheit als Wert anzuerkennen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten optimal zu entfalten.

Wenn es keine Noten gibt, gibt es dann auch keine Klassenarbeiten?

Es gibt Leistungsnachweise, die in regelmäßigen Abständen erbracht werden müssen.

Haben Ortsansässige ein Vorrecht auf einen Schulplatz?

Grundsätzlich haben Ortsansässige Vorrang, allerdings bezieht sich dies nur auf den konkreten Moment des Schulwechsels, was bedeutet, dass keine Plätze für Jettinger gesondert freigehalten werden. Bisher mussten wir aber noch nicht von dieser Regelung Gebrauch machen.

Ab welcher Klasse kann die GMS besucht werden?

Die GMS kann ab der 5. Klasse besucht werden; Klasse 1 bis 4 gehören rein vom Namen her auch zur GMS, sind aber reguläre Grundschulklassen, die nach einem ähnlichen Prinzip wie die GMS arbeiten.

Besucht jede Schülerin / jeder Schüler ein Wahlpflichtfach?

Derzeit wählt jede Schülerin / jeder Schüler ab Klasse 7 ein Wahlpflichtfach, entweder "Französisch" (bereits ab Klasse 6), "Technik" oder "Mensch und Umwelt (MUM)".
Mit dem neuen Bildungsplan, der zum Schuljahr 2016/2017 für die Klassenstufen 5 und 6 eingeführt wird und in den folgenden Jahren kontinuierlich jeweils eine Klassenstufe "hochwächst", werden alle Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 7 eines der neuen Wahlpflichtfächer "Technik" oder "Alltagskultur, Ernährung, Soziales" besuchen. Alternativ wählen die Schülerinnen und Schüler die zweite Fremdsprache Französisch, die bereits ab Klassenstufe 6 unterrichtet wird.

Welche Profilfächer gibt es an der Gemeinschaftsschule und ab wann?

Die Profilfächer werden ab Klasse 8 unterrichtet. Die Schule bietet das Profilfach "Naturwissenschaft und Technik" an sowie eines der Fächer "Musik", "Bildende Kunst" oder "Sport". Bei ausreichender Nachfrage durch die Schülerinnen und Schüler kann die Schule zusätzlich Spanisch als dritte Fremdsprache anbieten. Das Profilfach kann in den Jahrgangsstufen der gymnasialen Oberstufe fortgeführt werden, dies ist aber nicht zwingend.

Besucht jede Schülerin / jeder Schüler ein Profilfach?

Alle Schülerinnen und Schüler wählen ein Profilfach aus dem Angebot der Schule aus. Es wird auf allen drei Niveaustufen angeboten.

Gibt es Profil AC / Kompetenzanalyse auch an der Gemeinschaftsschule?

Ja, in Klassenstufe 8.

Was ist der Unterschied zwischen Naturwissenschaft und Technik, Technik und Biologie, Naturphänomene und Technik?

Ab dem Schuljahr 2016/2017 gibt es einen neuen Fächerverbund "Biologie, Naturphänomene und Technik" (BNT). Er wird in Klasse 5 und 6 unterrichtet und von allen Schülerinnen und Schülern aller weiterführenden allgemein bildenden Schulen in Baden-Württemberg besucht. Im Fächerverbund "Biologie, Naturphänomene und Technik" werden themen- und praxisorientiert naturwissenschaftliche Phänomene und integrative sowie biologische und technische Themen behandelt.

"Technik" (T) ist Wahlpflichtfach. Es wird ab Klasse 7 unterrichtet und kann optional belegt werden. Das Fach "Technik" hat seinen Schwerpunkt besonders im technischen, anwendungsorientierten Bereich.

NwT ist das Profilfach "Naturwissenschaft und Technik". Es wird ab Klasse 8 unterrichtet und kann optional belegt werden. Der Schwerpunkt des Faches liegt auf naturwissenschaftlichen Inhalten.

Was bedeutet Coaching?

Jede Schülerin und jeder Schüler wird von einem ihr / ihm zugeordneten Lerncoach betreut. Der Lerncoach berät die Schülerinnen und Schüler regelmäßig in Fragen im Zusammenhang mit der individuellen Lernentwicklung sowie allen Fragen, die im Zusammenhang mit dem Lernen stehen. Dazu gehört beispielsweise der Erwerb personaler Kompetenzen (Selbstdisziplin, Selbstreflexion, Übernahme von Verantwortung für das eigene Lernen, etc.) oder sozialer Kompetenzen (Einhaltung von Regeln, andere beim Lernen unterstützen, etc.).

Welche Sprachen kann ich an der Gemeinschaftsschule lernen?

Englisch als erste Fremdsprache ab Klasse 5.
Französisch als zweite Fremdsprache ab Klasse 6.
Ggf. Spanisch als dritte Fremdsprache ab Klasse 8.

Was unterscheidet eine Lerngruppe von einer Klasse?

Die Gesamtheit der Kinder einer Klasse bildet die Lerngruppe in der Gemeinschaftsschule. Der geänderte Begriff wird vor allem deshalb gewählt, weil deutlich gemacht werden soll, dass die Lerngruppe kein so ausschließlich fest gefügter Verband ist wie seither die Klasse. Es soll dabei ganz klar betont werden, dass die Lerngruppe das bekannte und sichere Umfeld für die Schülerinnen und Schüler darstellt. Es wird selbstverständlich immer Lernsituationen geben, die in der gesamten Lerngruppe stattfinden. Jedoch hat die Lehrkraft die Möglichkeit, Gruppen nach pädagogischen Gesichtspunkten zu bilden.

Welche Wege stehen nach dem Abschluss der Klasse 10 offen, wenn die Gemeinschaftsschule keine eigene Sekundarstufe II anbietet?

Nach erfolgreichem Abschluss der Klassenstufe 10 der Gemeinschaftsschule sind folgende Übergänge möglich:

  • Übergang in die gymnasiale Oberstufe einer anderen Gemeinschaftsschule bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen
  • Übergang in die gymnasiale Oberstufe eines allgemein bildenden Gymnasiums bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen, zu denen insbesondere das Erlernen einer zweiten Fremdsprache ab Klasse 6 gehört
  • Übergang an ein Berufliches Gymnasium bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen
  • Übergang in andere Berufliche Schulen wie beispielsweise das Berufskolleg
  • Übergang in die berufliche Ausbildung.

Sind die Schulabschlüsse bei Umzug vergleichbar?

Grundlage des Schulunterrichts sind bundesweit gültige abschlussbezogene Bildungsstandards (Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Allgemeine Hochschulreife in Deutsch, Mathematik, den Fremdsprachen Englisch und Französisch und den Naturwissenschaften). So können Eltern sicher sein, dass ihre Kinder bei einem Umzug innerhalb Baden-Württembergs oder Deutschlands in anderen Schulen Anschluss finden.

Wie werden die Eltern ins Schulleben eingebunden?

Die Gemeinschaftsschule geht mit den Eltern eine Erziehungspartnerschaft ein. In regelmäßigem Kontakt verständigen sich Lehrkräfte und Eltern über den Leistungsstand der Kinder und treffen gemeinsam Absprachen über praktikable und sinnvolle Leistungs- und Zielvereinbarungen.

Wer entscheidet darüber, welchen Abschluss ein Kind ablegt?

In Klassenstufe 8 und in Klassenstufe 9 werden die Schülerinnen und Schüler und ihre Erziehungsberechtigten im Schullaufbahnberatungsverfahren über mögliche Bildungsabschlüsse und Bildungsanschlüsse informiert. Im Februar finden Beratungsgespräche statt, bei denen der Lernentwicklungsbericht des 1. Halbjahres, die individuellen Lernfortschritte des Kindes und die Kriterien der jeweiligen Prüfungsordnungen bzw. die gymnasiale Versetzungsordnung zugrunde gelegt werden, um den bestmöglichen Bildungsabschluss für jedes Kind zu finden. Im Anschluss an die Beratungsgespräche entscheiden die Erziehungsberechtigten über den geplanten Bildungsabschluss (Verordnung des Kultusministeriums über die Sekundarstufe I der Gemeinschaftsschule § 4 Abs. 3, Satz 3).

Welche Voraussetzungen sind für einen Wechsel nach Klasse 10 in die gymnasiale Oberstufe einer Gemeinschaftsschule oder eines allgemein bildenden Gymnasiums erforderlich?

Entweder die Schülerin / der Schüler hat in Klasse 10 in allen Fächern auf dem erweiterten Niveau seine Leistungsnachweise erbracht und kann nach den Regelungen der gymnasialen Versetzungsordnung in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe der Gemeinschaftsschule oder eines Gymnasiums versetzt werden, oder eine Schülerin / ein Schüler legt in Klasse 10 der Gemeinschaftsschule den Realschulabschluss ab und erfüllt die Notenvoraussetzungen der Multilateralen Versetzungsordnung (in zwei der Fächer Deutsch, Mathematik und Pflichtfremdsprache mindestens die Note gut und im dritten dieser Fächer mindestens die Note befriedigend und in allen für die Versetzung maßgebenden Fächern mindestens Durchschnitt 3,0).

Wichtig: Ein Wechsel auf das allgemein bildende Gymnasium ist nur möglich, wenn der Schüler oder die Schülerin die zweite Fremdsprache aus der Gemeinschaftsschule (Französisch) mitbringt.

Wird mit dem Besuch der Klasse 10 einer Gemeinschaftsschule automatisch ein dem Hauptschulabschluss gleichwertiger Bildungsstand erworben?

Nein, nur wenn die Leistungsnachweise in Klasse 9 durchgängig auf mittlerem oder erweitertem Niveau bzw. nach den Bildungsstandards der Realschule bzw. des Gymnasiums erbracht wurden und die Schülerin / der Schüler nach der Versetzungsordnung der Realschule bzw. des Gymnasiums versetzt werden würde.

Wenn mein Kind durchaus in der Lage ist, auf mittlerem Niveau zu lernen, kann es dann trotzdem in Klasse 9 zunächst den Hauptschulabschluss ablegen?

Im Abschlussjahr wird eine Schülerin / ein Schüler durchgehend in dem Niveau des angestrebten Abschlusses bewertet. Für Schülerinnen und Schüler, die in Klasse 9 die Hauptschulabschlussprüfung ablegen wollen, gilt deshalb, dass sie auch die Leistungsrückmeldungen in allen Fächern auf G-Niveau bzw. nach den Standards der Hauptschule/ Werkrealschule erhalten. Dies schließt jedoch nicht aus, dass die Schülerinnen und Schüler auf höherem Niveau lernen und gefördert werden können.

Hat mein Kind nach Klasse 10 an der Gemeinschaftsschule einen Rechtsanspruch auf einen Platz am allgemein bildenden Gymnasium?

Sofern das Kind die Voraussetzungen für den Übergang in die gymnasiale Oberstufe des allgemein bildenden Gymnasiums erfüllt, hat es einen entsprechenden Anspruch auf Aufnahme. Dies ist kein Anspruch auf ein ganz bestimmtes Gymnasium, jedoch wird das Kind in zumutbarer Erreichbarkeit an einem Gymnasium einen Platz erhalten.

Welche Voraussetzungen werden benötigt, um nach Klasse 10 in die gymnasiale Oberstufe eines Beruflichen Gymnasiums zu wechseln?

Entweder die Schülerin / der Schüler hat in Klasse 10 in allen Fächern auf dem erweiterten Niveau seine Leistungsnachweise erbracht und kann nach den Regelungen der gymnasialen Versetzungsordnung in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe eines Beruflichen Gymnasiums versetzt werden oder eine Schülerin / ein Schüler legt in Klasse 10 der Gemeinschaftsschule den Realschulabschluss ab und erfüllt die Notenvoraussetzungen zur Aufnahme in die Oberstufe eines Beruflichen Gymnasiums (Durchschnitt von mindestens 3,0 in den Fächern Deutsch, Mathematik sowie der weiterzuführenden ersten Pflichtfremdsprache (Englisch oder Französisch) und in jedem dieser Fächer mindestens die Note "ausreichend").

Wichtig: Ein Wechsel auf das Berufliche Gymnasium ist auch möglich, wenn der Schüler oder die Schülerin nur eine Fremdsprache aus der Gemeinschaftsschule mitbringt. Die zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife erforderliche zweite Fremdsprache kann in der Oberstufe des Beruflichen Gymnasiums belegt werden.

Wie unterscheidet sich der Ganztag von einem normalen Schultag?

Alle Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg werden in Sekundarstufe I an vier oder drei Tagen in der Woche als eine für Schüler und Eltern verbindliche Ganztagsschule in einem Umfang von acht Zeitstunden pro Tag geführt. Der verbindliche Ganztag ist Grundlage für die Genehmigung der Einrichtung einer Gemeinschaftsschule. Beim verbindlichen Ganztag an der Gemeinschaftsschule und den Ganztagsangeboten handelt es sich nicht um Betreuungsangebote, sondern um einen wichtigen Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Gemeinschaftsschule.
Im Schulalltag einer verbindlichen Ganztagsschule wechseln sich lehrerzentrierte Unterrichtsphasen, selbstgesteuerte Lernphasen und Phasen der Bewegung und Entspannung sinnvoll ab, ganz im Sinne eines rhythmisierten Tagesablaufs. Auch andere Formen des Ausgleichs wie etwa sportliche oder kulturelle Aktivitäten finden ihren Platz im Tagesablauf. Hausaufgaben werden als Schulaufgaben durch individuelles und kooperatives Lernen im Ganztagsschulkonzept der Gemeinschaftsschule ersetzt. Insbesondere auch das gemeinsame Mittagessen ist für das Entwickeln eines Wir-Gefühls für die Schülerinnen und Schüler von großer Bedeutung.

Kann mein Kind in unterschiedlichen Fächern auf unterschiedlichen Niveaus lernen?

Jede Schülerin und jeder Schüler kann bis zum Abschlussjahr in jedem einzelnen Fach jeweils auf dem für sie oder ihn passenden Niveau lernen. Somit kann eine Schülerin oder ein Schüler beispielsweise in Deutsch und Biologie auf dem mittleren Niveau lernen, in Mathematik und in Geographie aber auf dem erweiterten Niveau. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit - je nach individueller Lernentwicklung - flexibel zwischen Niveaustufen zu wechseln. Beispielsweise können sich die Leistungen der Schülerin oder des Schülers nach einer Weile so deutlich gesteigert haben, dass sie oder er auch in Deutsch oder Biologie auf die erweiterte Niveaustufe wechseln kann. Über das Niveau des Lernangebots im jeweiligen Fach entscheiden die Lehrerinnen und Lehrer in enger Abstimmung mit den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern.
Dies entspricht dem Lernkonzept der Gemeinschaftsschule, nicht bereits in Klasse 5 auf ein Abschlussziel festgelegt zu sein. Um kenntlich zu machen, auf welchem Niveau die Schülerin / der Schüler seine Leistungen im Schuljahr erbracht hat, wird im Lernentwicklungsbericht für jedes Fach die Niveaustufe angegeben, G für grundlegendes Niveau, M für mittleres oder E für erweitertes Niveau.

Wie können lernstarke Schülerinnen und Schüler von lernschwachen Schülern innerhalb einer Lerngruppe profitieren?

Beim kooperativen Lernen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in Partner- und Gruppenarbeit gemeinsam ein Thema. Sie profitieren dadurch von den Stärken der anderen. Jede Schülerin und jeder Schüler hat hierbei eine eigene Aufgabe und trägt somit ihren bzw. seinen Teil zum gemeinsamen Ergebnis bei. Die Kinder und Jugendlichen stärken damit nicht nur ihre fachlichen, sondern auch ihre sozialen Kompetenzen. Durch das Erklären können die Schüler selbst das Gelernte nachhaltig festigen.

Was gibt es an der Gemeinschaftsschule statt klassischem Zeugnis?

An der Gemeinschaftsschule werden detaillierte Rückmeldungen zum individuellen Lern- und Entwicklungsstand gegeben. Das heißt, es werden Aussagen zum Erreichen einzelner Kompetenzen oder Lernbereiche gemacht. Deshalb wird diese Rückmeldung zum Halbjahr und Schuljahresende Lernentwicklungsbericht genannt. Wenn die Eltern es wünschen, gibt es zusätzlich auch eine Note.
Man kann im Lernentwicklungsbericht erkennen, wo die Schülerin oder der Schüler seine Stärken hat. Man kann aber auch erkennen wie der Lernfortschritt war. Wer zum Beispiel in Geometrie gut ist, muss nicht automatisch auch im Bruchrechnen gut sein. Das zeigt sich in einer Ziffernnote nicht. In einem Text hingegen kann man das sehr detailliert beschreiben.

Kann sich mein Kind mit einem Lernentwicklungsbericht bei einem Unternehmen für einen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz bewerben?

Da die Hauptschulabschlussprüfung, Realschulabschlussprüfung und das Abitur identisch sind mit denen an Haupt-/Werkrealschulen, Realschulen und Gymnasien, erhalten die Schüler dieselben Abschlusszeugnisse.
Bewerben sich die Schülerinnen und Schüler bereits vor dem Abschlussjahr mit einem Lernentwicklungsbericht, so lassen sich die meisten Schülerinnen und Schüler diesen zusätzlich mit Noten ausstellen. So erhalten die Betriebe und Unternehmen genauso wie in einem Zeugnis Noten der jeweiligen Niveaustufe. Jedoch hat der Betrieb die Möglichkeit zusätzliche Informationen zu entnehmen und kann erkennen, wo die Schülerin / der Schüler besondere Fähigkeiten oder Interessen hat.

Gibt es Elternsprechtage an der GMS?

Klassische Elternsprechtage gibt es nicht; dafür jedoch in den Klassen 5 bis 7 zweimal im Schuljahr (einmal etwa im November und einmal zwischen Ostern und Pfingsten) ein Lernentwicklungsgespräch. In Klasse 8 und bis 10 gibt es ein Beratungsgespräch hinsichtlich der Schullaufbahnentscheidung zum Halbjahr.  An der Primarstufe gibt es zum Halbjahr ein Lernentwicklungsgespräch für die Klassen 1 bis 3  sowie in Klasse 4 das Beratungsgespräch zur Grundschulempfehlung. Weitere Gespräche mit Lehrkräften sind nach Terminvereinbarung möglich.

Aufnahmebedingungen in berufliche Gymnasien

In Klasse 10 durchweg im E-Niveau gearbeitet und  ohne Realschulabschluss:

Absolventinnen und Absolventen der Gemeinschaftsschule, die in Klasse 10 ihre Leistungen auf dem Niveau E erbracht haben, brauchen für die Aufnahme an ein berufliches Gymnasium am Ende der Klasse 10 ein Versetzungszeugnis auf dem Niveau E in die Oberstufe einer Gemeinschaftsschule oder eines Gymnasiums. Dabei ist es unerheblich, ob der Schüler/die Schülerin eine oder zwei Fremdsprachen mitbringt.

In Klasse 10 durchweg im M-Niveau gearbeitet und  mit Realschulabschluss:

Bewerberinnen und Bewerber der Gemeinschaftsschulen mit einem Realschulabschluss
benötigen eine Durchschnittsnote von mindestens 3,0 in den Fächern Deutsch, Mathematik und der Pflichtfremdsprache (Englisch) und in jedem dieser Fächer mindestens 4,0.