Aktuelles: Gemeinschaftsschule Jettingen

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Nicht nur Schule,
sondern auch Gemeinschaft

Hauptbereich

Aktuelles

Rückblick zum Tag der Offenen Tür

Autor: GMS Jettingen
Artikel vom 28.02.2019

Keine Profilklassen – sondern individuell kombinierbare Interessensbausteine

Am diesjährigen Tag der offenen Tür präsentierte sich die Gemeinschaftsschule Jettingen in ihrer Vielfalt und bot den interessierten Besuchern Einblicke in das alltägliche Lernen, aber eben auch in zahlreiche Wahl- und Wahlpflichtbereiche.

Ganz nach dem schuleigenen Motto „Nicht nur Schule, sondern auch Gemeinschaft“ begrüßte ein ganzer Chor, bestehend aus Schülerinnen und Schülern aller Klassenstufen, Lehrerinnen und Lehrern, der Schulleitung und Elternvertretern, mit einem eigenen GMS-Song die Gäste. 

Im Anschluss war es dann Schulleiter Dominic Brucker, der den Tag der offenen Tür eröffnete und in seiner Begrüßung einen Überblick über die Verteilung der Angebote im Schulhaus verschaffte. Denn erstmals war das zweite Obergeschoss nach der Innensanierung nutzbar. Dort präsentierten sich dann auch gleich zwei Schwerpunkte der GMS Jettingen: die SMV, die in Anlehnung an ein Projekt aus dem letzten Schuljahr zur DKMS-Typisierung lud, sowie die Theatergruppen der Klassen 5 bis 9, die Interessierte durch Improvisationstheater zur aktiven Teilnahme bewegten. Erstmals gibt es in diesem Schuljahr zwei Theatergruppen an der Jettinger Schule, die im Laufe des zweiten Halbjahres insgesamt fünf Theatervorführungen bieten werden.

Im Neubau, unterrichtliche Heimat der Klassen 5 und 6, erhielten die interessierten Grundschülerinnen und -schüler sowie deren Eltern, Einblicke in das tägliche Lernen. So wurden das Lerntagebuch sowie Unterrichtsmaterial vorgestellt, die Lernzeit erklärt und praktische Einblicke in das digitale Lernen gegeben. Während die 3D-Drucker surrten, konnten eigene Trickfilme mit der Hilfe Tablets gedreht werden, die alsbald auf einem riesigen Display im Flur bestaunt werden durften. Aber auch digitales Unterrichtsmaterial konnte direkt getestet werden. Auf dem gleichen Stock präsentierten sich auch zwei Projekte der Klassenstufe 8: Die Schulimkerei „Bee nature“ sowie die Schulgarten-AG, die aktuelle einen urbanen Dachgarten realisiert. Anpacken hieß es hier; so konnte man verschiedene Honigsorten verkosten oder eine eigene Pflanzkiste gestalten.

Bis zu drei Fremdsprachen, Informatik, Theater – die Interessensangebote sind vielfältig und individuell kombinierbar

Zweimal lud Schulleiter, Dominic Brucker, mit Kooperationslehrerin, Kristina Harnisch, zum Infovortrag ein. Die Eltern erfuhren hier alles über die Leistungsfestellung und –rückmeldung, den Ganztagesunterricht, die möglichen Abschlüsse, aber eben auch alles über die zahlreichen individuellen Angebote. So erklärte er den Zuhörern, dass das Jettinger GMS-Konzept nicht wie viele andere Schulen im Umfeld auf Profilklassen setzt, sondern dass man die sich ändernden Interessen der Kinder und Jugendlichen mehr berücksichtigt und daher miteinander kombinierbare Interessensbausteine angeboten werden, womit die jungen Lernenden dann ihr eigenes individuelles Profil erstellen und im Laufe der Zeit anpassen können. „An der weiterführenden Schule werden aus Kindern Jugendliche, Interessen ändern sich, gehen verloren oder finden sich neu. In einer Profilklasse stecke ich dann aber unwiderruflich fest,“ führte Dominic Brucker aus. Die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Stephanie Skarke ergänzte: „In der 5. und 6. Klasse nahm mein Sohn jedes Sportangebot an, das es gab. Nun in der 7. Klasse spielt Sport nur noch eine geringe Rolle, das große Interesse liegt nun im Bereich der Informatik.“ Ab Klasse 6 kann Französisch als zweite Fremdsprache, ab Klasse 8 dann Spanisch als dritte Fremdsprache gelernt werden. Auch im Bereich des digitalen Arbeitens gibt es verschiedene Angebote, die von AGs in Klasse 5 und 6 (z.B. Robotik-AG) über den für alle verpflichtenden Grundkurs Informatik und den freiwilligen Vertiefungskurs Informatik in Klasse 7 bis hin zum gymnasialen Profilfach Naturwissenschaft und Technik reichen, in welchem Schülerinnen und Schüler z.B. Modelle programmieren und dann am 3D-Drucker entstehen lassen.     

Aber auch in den Bereichen Technik oder Alltagskultur-Ernährung-Soziales (AES) gibt es neben den verbindlichen Bildungsplaninhalten ergänzende Wahlangebot, so z.B. die Schülerfirma „Good Food“, die einmal pro Woche den Pausenverkauf an der Schule oder auch das Catering bei schulischen Veranstaltungen übernimmt, so auch beim Tag der offenen Tür. Neben dem Zubereiten von Speisen gehört hier aber auch das Anwenden von wirtschaftlichen Grundlagen zu den Aufgabenfeldern der Schülerinnen und Schülern: Preiskalkulation, Einkauf, Werbung usw. Wie „Good Food“ oder auch die „Cajon-AG“ ist auch das Projekt „Good Stoff“ ein KooBO-Projekt, allerdings entstehen hier z.B. aus alter Kleidung neue Produkte. KooBO steht für kooperative Berufsorientierung und stellt ein Projekt des Kultusministeriums dar, in dem externe Experten gemeinsam mit Lehrern im Unterricht arbeiten und konkrete Projekte umsetzen.

Das soziale Miteinander als Grundlage des Menschseins, als Grundlage der Schulgemeinschaft

Um den Herausforderungen der Zukunft in einer vernetzten Welt gewachsen zu sein, braucht es nicht nur Fremdsprachen um kommunizieren zu können oder Fachwissen, um neue Techniken verstehen und anwenden zu können, sondern vor allem auch die sogenannten Soft Skills im sozialen Bereich: Kommunikationsfähigkeit, Empathiefähigkeit oder auch Konfliktlösungsfähigkeit. Soziales Lernen gestaltet sich an der GMS Jettingen vielfältig, neben dem Klassenrat in allen Klassenstufen oder dem sozialen Kompetenztraining in Klasse 5 gibt es verschiedene Präventionsprojekte. Koordiniert werden diese im Wesentlichen durch die Schulsozialarbeiterin Katharina Fuchs. Die Schulsozialarbeit präsentierte sich im Schülercafé und stand bei leckeren Saftcocktails den Interessierten Rede und Antwort. Seit Jahren bereits etabliert ist das Sozialpraktikum der Klasse 7, welches in diesem Jahr aber erstmals in drei verschiedenen Varianten gibt. So leistet ein Teil der 7.-Klässler sein Sozialpraktikum im Rahmen des Teilprojektes „Tu was!“ in einer sozialen Einrichtung im Umfeld der Schule und arbeitet so z.B. jeden Mittwochnachmittag in einem Kindergarten, in der Grundschulbetreuung oder auch im Seniorenheim mit. Auch die Schulsanitäter zeigten am diesjährigen Tag der offenen Tür ihre Kompetenz und gaben diese an die Besucher weiter, die z.B. an schuleigenen Übungspuppen die Herzdruckmassage üben konnten.

Neben zahlreichen Informationen rund um das schulische Lernen und den Einblick in die verschiedenen Fächer und Angebote, war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. So bot der Elternbeirat z.B. im Elterncafé Kaffee und Kuchen an, aber eben auch den Austausch mit Eltern, die bereits ein oder mehrere Kinder an der GMS haben. Im Bereich des Elterncafés war in diesem Jahr auch die Bühne zu finden, auf der z.B. die Cajon-AG rhythmische Töne auf selbstgebauten Cajons zum Besten gab. Etwas Besonders war auch der Auftritt der beiden Drittklässlerinnen Karolina und Anna, die den Zuhörern am Flügel und an der Querflöte ihr Siegerstück aus dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ vortrugen.

Zudem konnten große Teile des sanierten und erweiterten Schulhauses besichtigt werden. Eindrücklich waren hier sicherlich die neuen Fachräume für die Naturwissenschaften, Technik und Bildende Kunst. Immerhin gab es auch hier nicht nur die Fachräume auf dem neusten Stand der Technik zu bestaunen, sondern könnte auch praktisch gearbeitet werden: Experimente aus Chemie und Physik faszinierten ebenso wie das Arbeiten an der CNC-Fräse oder das Herstellen eines eigenen Smartphone-Halters aus Kunststoff. Der neue Musiksaal und die Mensa konnten dagegen nur durch die große Glasfront beäugt werden, da hier die Baumaßnahmen auf Hochtouren laufen. Immerhin soll auch hier die Eröffnung nach den Osterferien sein.

„Wir haben uns heute mit vielen Facetten unserer Vielfalt präsentiert; doch um die gesamte Vielfalt darstellen zu können, bräuchten wir sicherlich eine Woche der offenen Tür,“ lautete das Fazit des Schulleiters und er fügte an: „Nun hoffen wir, dass wir möglichst viele Viertklässler und deren Eltern überzeugen konnten und sich im März zahlreiche Fünftklässler anmelden werden.“

 

Die Anmeldung für die 5. Klasse ist am 13. und 14. März 2019 jeweils von 7.15 Uhr bis 13.30 Uhr im Sekretariat der Gemeinschaftsschule Jettingen möglich.